Zwischen Sand und Schnee
- projektlt28
- 25. März 2022
- 3 Min. Lesezeit

Die Reise ging weiter von unserem Stellplatz zwischen den Reichen und ganz schön Reichen in Biarritz mit einem abs Pyrenäen. Auf dem Weg dort hin mussten wir noch einen Zwischenstopp einrichten, unser Fäkaltankzusatz war leer. Nach erfolgreichem Kauf haben wir aus Neugier dort noch schnell ein paar neue Wohnmobile angeschaut und waren danach doch sehr froh wieder in unserem kleinen aber feinen LT zu sitzen. Uns fehlt es an nichts und die Verarbeitung des Wagens ist ein Traum wenn man mit den neuen Fahrzeugen vergleicht. Spürbar sind die guten Materialien vor allem Nachts, wenn Nadine zum Beispiel vergisst, dass am Ende ihrer Füße ein Schrank hängt. Dieser hat schon einige Tritte abbekommen.
Weiter vom Campingladen haben wir auf den Weg in die Berge einen Halt an einem Supermarkt gemacht um noch schnell unsere Wäsche zu waschen. Hier gibt es einfach an fast allen Einkaufsläden und Tankstellen Waschmaschinen und Trockner. Sehr praktisch für uns.
Tim war schon etwas angespannt, als er das schöne Panorama der Pyrenäen am Horizont sah. Wie lang wird wohl die Autoschlange hinter uns sein, wenn wir uns den Weg in Richtung Spanien bahnen. Immer weiter den Bergen entgegen, haben wir die Landschaft genossen. Nachdem unser Wohnmobil bergauf alles gegeben hat, haben wir einen Stellplatz in Cauterets aufgesucht, von hier sind es nur noch ein paar Minuten mit dem Auto zu dem Naturschutzgebiet Pyrenäen auf französischer Seite. Hier haben wir den Abend mit einem Buch mit Eddy im Wohnmobil verbracht.

Heute morgen ging dann das große Packen los für unsere Wanderung. Natürlich war der Schweinehund von Nadine garnicht motiviert. Eddy hat sein Tragegeschirr gepackt bekommen und wir haben uns Vesper gemacht für den Tag in den Bergen.
Weiter ging die Fahrt zum Parkplatz bei Pont d'Espagne. Von hier aus gibt es mehrer Möglichkeiten zu Wandern. Natürlich haben wir das Schild übersehen, dass Hunde nicht erlaubt sind, schließlich haben wir ja auch die Bergziege Eddy dabei. Als wir alle gewappnet waren mit Rucksack, Wanderschuhen und Eddy mit seinen Tragetaschen ging die Wanderung auch schon los.
Der Anfang war sehr Steil und dazu noch mit Schnee bedeckt. Das machte die Sache nicht einfacher für die motivierte Nadine, dafür war Eddy sehr motiviert und sein Geschirr (mit Wasser, Futter und anderem Beladen) störte ihn absolut nicht. Als die ersten Wanderer an uns vorbei zogen und wir die ersten hundert Meter hinter uns gelassen hatten, war die Stimmung auch wieder besser. Das Panorama der Berge war so wunderschön. Die Strecke endete am Lac de Gaube, der an der Oberfläche noch leicht gefroren war. Es war einfach atemberaubend.
Am See haben wir unser Vesper gegessen und noch etwas die Sonne genossen bevor Wolken aufgezogen sind. Eddy musste natürlich im See noch eine Runde planschen gehen. Dass er nicht als Eiszapfen raus gekommen ist wundert uns jetzt noch. Weiter ging der Weg zurück. Die Idee, eine andere Route für den Abstieg zu nutzen stellte sich als nicht besonders schlau heraus. Naja, auf dem Schildchen stand wir brauchen ganze 15 Minuten bis zu einem Skilift und von dort aus war es nicht mehr lange bis zum Parkplatz. Hörte sich ja wunderbar an, also los.
Der Weg fing entspannt an. Nach diversen Schneelawinen ging es mit etwas Schnee auf dem Weg los, kannten wir ja vom Aufstieg schon, also kein Problem. Plötzlich gab es nur noch Schnee und fehlende Wege, die die Lawinen weiter unten in Richtung Tal gespült hatten. Der Schnee war allerdings noch recht fest, also haben wir uns weiter gewagt. Auf dem Weg zum Skilift trafen wir keine weiteren Wanderer, etwas komisch. Nachdem wir den Skilift erreicht hatten, wussten wir auch wieso. Der Wanderweg war nur im Sommer zugänglich und verlief durch die Skipiste. Gott sei dank bereits geschlossen. So haben wir uns dann komplett alleine und mit leinenlosem glücklichem Hündchen am nach unten steigen versucht. Manchmal meinte der Boden unter den Füßen einfach zu verschwinden und das halbe Bein versank im tiefen Schnee, manchmal kam bereits der Wanderweg zum Vorschein. Aber auch das haben wir geschafft und sind nach fast 8km und ca. 300 Höhenmeter wieder am Wohnmobil angekommen.
Es war eine wunderschöne Wanderung und der innere Schweinehund von Nadine hätte sich garnicht so anstellen brauchen.
Nun sind wir wieder am Stellplatz von letzter Nacht angekommen und gehen jetzt gemütlich in unserem Bad duschen und Nadine macht uns leckere Lachs-Nudeln zum Abendessen. Eddy schläft wie ein Baby.
In den kommenden Tagen werden wir durch die Pyrenäen in Richtung Spanien aufbrechen, es gibt dort noch vieles zu entdecken.




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